Gerald Uhlig-Romero und seine langjährige Freundin Saskia de Vries von der ACHSE.
Gerald Uhlig-Romero, Schauspieler, Regisseur, Autor, Kaffeehausbesitzer und Botschafter für die Seltenen. Die Freundschaft zu Saskia de Vries brachte ihn vor mehr als zehn Jahren zur ACHSE, die er als "ACHSE Freund" unterstützte.

"Vor fast genau elf Jahren traf ich am Schlachtensee Gerald Uhlig - wir kannten uns aus dem Berliner Leben. Ich erzählte ihm, dass ich ab der nächsten Woche mit einem neuen Job beginnen würde, bei der ACHSE, einer Organisation, die sich für Menschen mit Seltenen Erkrankungen einsetzt. Es war fast absurd, als er berichtete, dass auch er eine Seltene Erkrankung habe, die lysosomale Speichererkrankung Morbus Fabry.

Nur Wochen später starteten wir direkt gemeinsam für die „Seltenen" durch. Gerald Uhlig war charismatisch, zugewandt, liebenswürdig, ein Menschenfänger. Seine schwere Erkrankung, seine „genetische Tragödie", wie er sie nannte, ließ ihn in die Welt gehen, nicht in den Rückzug. Er wurde ein Botschafter für die „Seltenen". Sein Interesse für Schauspiel, Kunst, Literatur wurde schlichtweg um ein großes Wissenschaftsinteresse erweitert und sein wunderbares Gesamtkunstwerk, das Café Einstein Unter den Linden, wurde auch zu einer Kommunikationszentrale für die Seltenen. Die Gründungsveranstaltung des ACHSE-Freundeskreises fand dort statt. Lesungen, unsere Fotoausstellung „Waisenkinder der Medizin" - flankiert und besucht durch die damalige Ministerin Anette Schavan und wissenschaftlichen Schlüsselgestalten - wurde dort das erste Mal gezeigt. Die Spuren seiner Erkrankung wurden größer, die Einschränkungen schwerer zu tragen, aber seine Energie wurde davon nicht berührt. Ein bewegender und toller Mensch ist von uns gegangen. Wir, die ACHSE, werden ihn vermissen. Alles Gute, Gerald!" (Saskia de Vries für die ACHSE)

Gerald Uhlig-Romero ist am 04. Juli 2018 in Berlin verstorben. Unser herzliches Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden.